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Der Kirchenvorstand leitet die Gemeinde

Eine Kirchengemeinde besitzt eine Vielzahl unterschiedlicher Ressourcen: die Gemeindemitglieder natürlich, die Haupt- und Ehrenamtlichen, die darin tätig sind, sodann zahlreiche Veranstaltungen, aber auch Gebäude, Finanzen und Projekte. Und natürlich einen Auftrag: christliche Gemeinde im Hier und Jetzt zu sein.

In einer Kirchengemeinde begegnen einander allerdings auch verschiedene Interessen: Da gibt es gewachsene Strukuren, in denen vieles "schon immer so" gemacht worden ist. Da gibt es immer auch  Gruppen und Grüppchen, die sich zu kurz gekommen fühlen oder denen etwas zu schnell oder zu langsam oder überhaupt in die falsche Richtung geht. Nicht zuletzt vertreten auch die verschiedenen Altersgruppen oft divergierende Positionen. Und es gibt dazu noch die Herausforderungen durch Veränderungen, auf die man irgendwie reagieren muss. Insgesamt macht das viel Raum für Konflikte. Kennzeichen einer christlichen Kirchengemeinde ist jedoch nicht, dass sie "gemein" miteinander umgeht, sondern nach ausführlicher und respektvoller Diskussion einen gemeinsamen Weg miteinander findet - auch wenn nicht immer alle mit allem einverstanden sind.  Kirchenvorstand geleitet. Und genau hier schlägt das Herz des Kirchenvorstandes. In der evangelischen Kirche ist es seine Aufgabe, die Gemeinde in allen Belangen zu leiten.

Der Kirchenvorstand soll das christliche Leben fördern und dafür sorgen, dass Menschen von Gott hören. Im einzelnen sind seine Aufgaben vielfältig. Er gibt der Gemeinde die Orientierung vor und sagt, in welche Richtung sie sich entwickelt. Der Kirchenvorstand soll Menschen zusammenführen – innerhalb der Gemeinde, aber auch über die Gemeindegrenzen hinaus. Dafür muss er handfeste Entscheidungen treffen, schließlich geht es häufig um Geld und Gebäude, um Angestellte und Mitarbeitende, um öffentliche Stellungnahmen und zahlreiche Veranstaltungen der Gemeinde.

In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau legt die Kirchenordnung die herausragende Rolle des Kirchenvorstands fest. Wichtig ist: Immer treffen mehrere Personen gemeinsam eine Entscheidung. Sie sollen das geistliche Leben so gestalten, damit möglichst viele Menschen die Gemeinde ansprechend finden.
Eine Kirchengemeinde versteht sich selbst nicht als Organisation oder Institution wie viele andere, sondern als etwas ganz Besonderes. Ihre Existenz verdankt sie nicht sich selbst, sie gibt sich auch nicht selbst ihren Auftrag, sondern sie folgt der Bibel und christlicher Überlieferung. Sie gehört zur evangelischen Kirche und will dem Willen Gottes folgen.

Der "höhere" Auftrag und die "niederen" Gefilde der anstehenden konkreten Entscheidungen sind oft schwer in Einklang zu bringen, und widerstrebende Interessen machen das Leiten nicht immer leicht. Der Kirchenvorstand ist von der Idee her allerdings keine abgehoben handelnde Regierung, die man kritisch sehen und an der man nach Herzenslust herummäkeln dürfte. Sie ist eine Vertretung aus der Gemeinde heraus, die auf kritische, aber freundlich zugewandte Unterstützung und Solidarität angewiesen ist.

In diesem Sinn ist der Kirchenvorstand an Zuwachs interessiert, an mehr Schultern, welche die Last der Verantwortung teilen. Gewählt ist das Gremium auf sechs Jahre; die nächsten Wahlen finden 2021 statt.


Mitglieder des Kirchenvorstandes

  • Heike Weber (Vorsitzende)
  • Hartmut Bargmann
  • Jürgen Dötsch
  • Elfriede Jörnhs
  • Margit Mohr
  • Michael van Nahl
  • Ashkan Pourghareb
  • Pfarrerin Lieve Van den Ameele (stellvertretende Vorsitzende)
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