Nachbarschaftsraum Rhein-Lahn-Eck

Die Kirchengemeinden rücken näher zusammen. Zum 1.1.2027 bilden die Gemeinden Braubach, Bad Ems, Frücht-Friedrichssegen, Niederlahnstein-Friedland und Oberlahnstein im “Rhein-Lahn-Eck” eine Arbeitsgemeinschaft. Insgesamt gehören gut 8.000 Gemeindeglieder zur Nachbarschaft. 

Sie möchten wissen, was in der Nachbarschaft vor sich geht? Welche kirchlichen Angebote es gibt?

Kirchengemeinde Braubach
https://evangelisch-braubach.ekhn.de

Kirchengemeinde Bad Ems
https://kirchengemeinde-bad-ems.ekhn.de

Kirchengemeinde Friedland
https://niederlahnstein-evangelisch.ekhn.de

Kirchengemeinde Frücht-Friedrichssegen
https://fruecht-friedrichssegen-evangelisch.de

Kirchengemeinde Niederlahnstein
https://niederlahnstein-evangelisch.ekhn.de

Kirchengemeinde Oberlahnstein
https://kirchengemeinde-oberlahnstein.ekhn.de

Der Grund für die Neuordnung der kirchlichen Struktur in der Landeskirche Hessen-Nassau sind ein eklatanter Rückgang der Kirchenmitglieder sowie in der Folge Einnahmeausfälle. Im Übrigen ist auch die Zahl der Pfarrpersonen aufgrund anstehender Pensionierungen stark rückläufig. Darüber hinaus war es in einigen Kirchengemeinden schon in der Vergangenheit schwierig, genügend Ehrenamtliche für den Kirchenvorstand zu finden. Dadurch konnten zumindest vereinzelt auch die zahlreichen Verwaltungsaufgaben einschließlich der Instandhaltung der Gebäude und Pflege der Grundstücke nicht vollumfänglich wahrgenommen werden.

Das alles führt dazu, die einzelnen Kirchorte zukünftig regional zusammenzufassen. Damit ist die Erwartung verknüpft, dass sich in der Nachbarschaft genügend Ehrenamtliche finden lassen, die sich um die Kirchenvorstandsarbeit sowie die Gemeindearbeit vor Ort kümmern.

In der Landeskirche wird die kirchliche Nachbarschaft wie eine einzige Gemeinde betrachtet: Sie teilt sich ein gemeinsames Verkündigungsteam aus Pfarrpersonen, Kirchenmusikern und Gemeindepädagogen, es gibt ein gemeinsames Büro und nicht zuletzt einen gemeinsamen Gebäudebestand, am Ende auch eine gemeinsame Organisationsstruktur in Form einer fusionierten Kirchengemeinde, einer aus den Einzelgemeinden zusammengesetzten Gesamtgemeinde oder zumindest einer Arbeitsgemeinschaft.

Die Pfarrpersonen sind dann nicht mehr den einzelnen Ortsgemeinden zugeordnet, sondern der Nachbarschaftsregion insgesamt. Sie haben weiterhin ihre festen Seelsorgebezirke, übernehmen aber auch Aufgaben in der Region.

Die Kirchenvorstände sollen die neue Struktur vorbereiten und möglichst einvernehmlich gestalten. Zu den wohl unangenehmsten Aufgaben gehört dabei die Entscheidung, welche Gebäude unter den gegebenen Einsparzielen noch bewirtschaftet werden können. Die meisten Kirchen bleiben vom Rotstift verschont (Kategorie A), allerdings werden voraussichtlich die Kirche Kemmenau, die Martinskapelle Braubach, die Kirche in Frücht und die Kirche in Oblerlahnstein durch die Lahndeskirche nur in Dach und Fach erhalten (Kategorie B). Dramatischer ist die Situation bei der weltlichen Versammlungsfläche in Gemeindehäusern. Hier stehen einer Nachbarschaft zukünftig noch 4 Quadratmeter pro 100 Gemeindemitglieder zu - real gibt es derzeit im Rhein-Lahn-Eck aber noch gut 15 Quadratmeter je 100 Personen. Konkret bedeutet das eine Reduzierung von gut 1.300 Quadratmetern nichtsakraler Versammlungsfläche auf knapp 300. Nur für diese noch zustehende Fläche wird weiterhin die sogenannte Große Bauunterhaltung geleistet und eine Zuweisung für die Kleine Bauunterhaltung sowie für die Bewirtschaftung gezahlt. Eine weitere Anzahl von Gemeindehäusern wird von der Landeskirche nur noch in Dach und Fach finanziert, das betrifft voraussichtlich die Barbarakirche in Braubach und das Gemeindehaus in Oberlahnstein Kategorie B). Einige Gemeindehäuser erhalten gar keine Finanzierung mehr. Dazu gehören aller Voraussicht nach beide Gemeindehäuser in Bad Ems sowie das in Friedland (Kategorie C). Die C-Gebäude müssen auf Kosten der Gemeinde erhalten oder veräußert werden, bei den B-Gebäuden muss die Gemeinde im Zweifelsfall erhebliche Eigenmittel aufbringen, und es steht dahin, ob sich die Landeskirche in dieser Kategorie länger als mittelfristig einbringen wird. 

Das bedeutet einen schmerzhaften Einschnitt. Die für die Gemeinden anfallenden Kosten können zwar durch Vermietungen und Gebühren verringert werden, im Zweifelsfall wird aber der Kostendruck für die Nachbarschaft zu hoch. Dann kann über kurz oder lang nur die Veräußerung eine Entlastung bringen. Abgesehen davon binden Gebäude auch andere Ressourcen: Sie müssen gereinigt und inspiziert werden, jemand muss zum Beispiel ansprechbar sein für Schlüssel und Vermietungen.

Mit weniger Gepäck reist es sich leichter. Allerdings will bedacht sein, dass die Entscheidung über die Gebäude eine Weichenstellung für Jahrzehnte sein wird. Die Kirchenvorstände müssen also nicht nur klug darauf achten, dass es in der Nachbarschafts-Region gut erreichbare und funktionale Gebäude gibt, sie müssen auch einkalkulieren, dass sich das Gemeindeleben im nächsten Jahrzehnt drastisch verändern kann, wenn etwa ein anstehender Generationswechsel in der Mitarbeiterschaft nicht gelingt, oder wenn einzelne Kirchorte über längere Zeit vakant bleiben.

Für Bad Ems ergibt sich in der momentanen Diskussionslage, dass die Kaiser-Wilhelm-Kirche und die Martinskirche sowie das Haus der Kirche, das auch Sitz der gemeinsamen Verwaltung werden soll, weiterhin mit vollen Zuweisungen bedacht werden.

Wilfried Steller

Evangelisches Dekanat Nassauer Land

Die Homepage des Dekanats mit zahlreichen Angeboten in der Umgebung erreichen Sie über die folgende Adresse: 
https://www.evangelisch-nassauer-land.de

Das Dekanat dient als Bindeglied zwischen den Kirchengemeinden und führt die Dienstaufsicht über die in den Kirchengemeinden tätigen Pfarrer und Pfarrerinnen sowie Mitarbeitenden. Es nimmt überörtliche Aufgaben in den Bereichen Diakonie, Kirchenmusik sowie der Kinder- und Jugendarbeit wahr. 14 Kindertagesstätten stehen in der Trägerschaft des Dekanats, darunter auch die Evangelische KiTa Arche Noah in Bad Ems, die in die Evangelische Kirchengemeinde Bad Ems eingebunden ist.

Das kirchliche Leben allerdings pulsiert an der Basis, in den 55 evangelischen Kirchengemeinden, in denen sich mehr als 5000 Menschen in unterschiedlichsten Gruppen, in Kirchenvorständen, Chören, Gesprächskreisen, Kinder- und Jugendgruppen, Besuchsdiensten, Gemeindebrief-Redaktionen und anderen kirchlichen Arbeitsfeldern regelmäßig ehrenamtlich engagieren.

Das Dekanat Nassauer Land ist der Propstei „Rheinhessen-Nassauer Land“ zugeordnet, die zurzeit von Propst Dr. Klaus-Volker Schütz geleitet wird. Die Propstei wiederum ist einer von fünf Propsteibereichen, in die das Kirchengebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eingeteilt ist.

Diakonie

Diakonisches Werk 

Die Regionale Diakonie Rhein-Lahn, die auch einen Standort in Bad Ems besitzt, ist Teil der Regionalen Diakonie in Hessen und Nassau gGmbH. Die Mitarbeitenden beraten in persönlichen Krisen, in schwierigen Lebenslagen, in ungleichen und ungerechten Verhältnissen - unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität.

Diakoniewerk Friedenswarte

Vor über 125 Jahren kamen auf Betreiben der Pfarrfamilie Vömel zwei Diakonissen aus dem Mutterhaus in Bern nach Bad Ems, um eine kleine Krankenstation zu betreiben. Es gab damals in den Familien der Bergarbeiter, die unter Tage Blei und Silber abbauten, viel Not. In relativ kurzer Zeit traten viele junge Frauen in die neu gegründete Diakonissengemeinschaft ein. Anfang der 1920er Jahre waren es schon über einhundert Diakonissen. Ein Krankenhaus wurde mit staatlicher Unterstützung gebaut, in dem vielen Menschen aus der Region bis Anfang der 70er Jahre geholfen werden konnte. Die Diakonissenschaft hat für beinahe hundert Jahre das kirchliche Leben in Bad Ems mit geprägt. Heute ist die Diakoniegemeinschaft Friedenswarte Trägerin von drei Seniorenheimen und einem ambulanten Pflegedienst. 

Landeskirchliche Gemeinschaft

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Gemeindezentrum an der Bad Emser Martinskirche befindet sich in der Kirchgasse 20 das Haus Shalom der Landeskirchlichen Gemeinschaft, einer organisatorisch und finanziell selbstständigen Gruppe innerhalb der evangelischen Landeskirche. Sie gehört dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband an. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Gruppenstunden mit Bibelarbeit und Gebet. 

Von September bis April findet die sonntägliche Bibelstunde um 15 Uhr statt, von Mai bis August beginnt sie um 19 Uhr. Außerdem gibt es jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat um 19 Uhr ebenfalls eine Bibelstunde.

Katholische Kirchengemeinde

Zwischen der evangelischen Kirchengemeinde in Bad Ems und der katholischen Gemeinde St. Martin und St. Damian gibt es langjährige gute Verbindungen - und sogar Verwechslungsgefahr, denn die katholische Pfarrkirche St. Martin in Bad Ems trägt den heiligen Martin ebenso im Namen wie die evangelische Martinskirche.

Die katholische Gemeinde St. Martin / St. Damian erreichen Sie hier.

Katholiken und Evangelische treffen sich unregelmäßig zu Absprachen und zur Verständigung im ökumenischen Arbeitskreis im Emser Haus der Begegnung, Gartenstraße 4. Ein wichtiger gemeinsamer Termin ist der Friedensmarsch am Volkstrauertrag und das interreligiöse Friedensgebet. Information über weiter anstehende Termine gibt es im Gemeindebüro.

Zu den regelmäßigen gemeinsamen Veranstaltungen gehören die Gestaltung des Buß- und Bettages, der interreligiöse und interkulturelle Friedensmarsch am Volkstrauertag sowie das Gebet am Sternenkinderdenkmal auf dem Emser Friedhof. 

Evangelische Kindertagesstätte Arche Noah

Evangelische Kindertagesstätte Arche Noah
Am Fronhof 8
56130 Bad Ems
Telefon: 02603 3380
Telefax: 02603 507567
kita-arche-noah.bad-ems(at)ekhn.de

Homepage:www.archenoah-badems.de

Die KiTa hat einen Förderverein, der sie unterstützt. Die Kindertagesstätte befindet sich in der Trägerschaft des Evangelischen Dekanats Nassauer Land. Die Geschäftsführung dieser evKiD Nassauer Land (Evangelische Kitas in Dekanatsträgerschaft) hat ihren Sitz in Bad Ems. Ziel ist es, mit der Übernahme der Trägerschaft sowohl Synergieeffekte zu nutzen als auch Kirchenvorstände als bisherige Träger beim Betrieb und der Dienstherrschaft ihrer Kita zu entlasten. Dabei bleibt die inhaltliche Verantwortung weiterhin bei der Kirchengemeinde, deren Teil die Kita ist und bleibt. Die gemeindeübergreifende Trägerschaft soll die Weiterentwicklung und den Erhalt der Zukunftsfähigkeit der Kindertagesstätten als Organisationseinheit fördern.

Geschäftsführung der evKID Nassauer Land:

Gabriele Scholz, Römerstraße 25, 56310 Bad Ems
Telefon 02603-50992-62
E-Mail gabriele.scholz@ekhn.de

Förderverein zur Renovierung der Kaiser-Wilhelm-Kirche

Die Evangelische Kirchengemeinde Bad Ems ist mit zwei Kirchen gesegnet; der Segen ist jedoch auch eine Bürde. Wurde in den letzten Jahren die Martinskirche rundum renoviert, müssen nun grundlegende Instandhaltungsarbeiten an der 1899 errichteten Kaiser-Wilhelm-Kirche aufgenommen werden, die seit 2017 für Veranstaltungen und Besuche ganz geschlossen ist. Kritisch ist die Statik, wie deutliche Risse und Abbrüche zeigen, aber auch aufsteigende Feuchtigkeit hat dem Gebäude zugesetzt. 

Aus diesem Grund hat der bisherige Förderverein zur Renovierung der Martinskirche am 5. März 2018 beschlossen, durch eine Satzungsänderung den Fokus auf die Kaiser-Wilhelm-Kirche zu richten und diese in den Namen und die Zweckbestimmung des Vereins aufzunehmen. Dem bisherigen Vorstand war daran gelegen, den Stab weiterzugeben, daher wurde ein weitgehend neuer Vorstand gewählt, dessen Vorsitzender Karl-Werner Köpper ist. 

Sinn und Zweck des Fördervereins ist es, die Kirchengemeinde in der Verantwortung für das bisher gerne für Konzerte und Kasualien genutzte Kirchengebäude zu unterstützen. Viel gelobt werden die gute Akustik und die besondere Architektur der Kirche sowie ihre Kunstobjekte. Die Kirchengemeinde hat von ihrer Mitgliederzahl her keinen Bedarf für eine zweite Kirche, die Kaiser-Wilhelm-Kirche ist jedoch im Namen und durch ihre geografische Lage eng mit dem Kurgeschehen der Stadt Bad Ems verbunden und Teil des Stadtbildes. Um sie nach einer Sanierung längerfristig zu betreiben, will der Verein geeignete Kooperationen ins Boot holen. 

Der Förderverein sucht weitere Mitglieder, die das Unterfangen moralisch, politisch und monetär mittragen. Um Gelder für die anstehenden Arbeiten einzuwerben, veranstaltet er unter anderem Basare, Konzerte und Vorträge. 

Spenden nimmt der Verein gerne entgegen:
IBAN: DE39 5105 0015 0552 2712 98
BIC: NASSDE55XXX

Sie können sich das Beitrittsformular als PDF-Datei herunterladen. 

Christlicher Verein Junger Menschen

In vielen Gemeinden der Landeskirche übernehmen freundlich verbundene und geförderte, aber ansonsten selbstständige Jugendwerke die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, das Evangelische Jugendwerk zum Beispiel oder wie in der Gemeinde Bad Ems der Christliche Verein Junger Menschen, der auf Grundlage der Pariser Basis arbeitet.