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Bekenntnis zur Liebe - Quintessenz für einen achtsamen Umgang miteinander

Der Kirchenvorstand ist sich seines Auftrags als geistliche Leitung der Kirchengemeinde bewusst und hat im Januar ein „Bekenntnis der Liebe“ verabschiedet. Er legt das Dokument jetzt auch der Gemeinde vor. Es soll als Kompass für das Miteinander dienen.

Der Kirchenvorstand ist sich seines Auftrags als geistliche Leitung der Kirchengemeinde bewusst und hat im Januar ein „Bekenntnis der Liebe“ verabschiedet. Er legt das Dokument jetzt auch der Gemeinde vor. Es soll als Kompass für das Miteinander dienen:

„A. In Christus verbunden, glauben wir, dass Gottes Liebe sichtbar werden soll in unserem individuellen Leben durch

♦ Gedanken: Indem wir einander anhalten, das Gegenüber gedanklich positiv zu betrachten sowie freundlich und empathisch abzuwägen, was das Gegenüber gemeint haben könnte, und dabei verständnisvoll und achtsam ins Gespräch zu kommen.

♦ Worte: Indem wir unsere Worte sorgfältig wählen, damit sie nicht verletzend, sondern freundlich und annehmbar wirken. Indem wir von besten Absichten unseres Gegenübers ausgehen und nach Kräften versuchen, das Gesagte positiv und konstruktiv aufzugreifen.

♦ Werke: Indem wir auf andere zugehen, höflich und aufmerksam sind und bleiben und mit Zugewandtheit die Bedürfnisse anderer ernstnehmen sowie positive Signale senden. Wir wollen den Kontakt nicht abbrechen lassen, sondern den ersten Schritt wagen.

B. Als Glieder am Leib Christi und Bürger*innen des Reiches Gottes wollen wir die Liebe Gottes sichtbar und spürbar werden lassen in unserem Leben in der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Ems, indem wir

♦ Gottes herzliches Willkommen praktizieren und Menschen mit Ihren  Talenten und Sorgen bei uns gastfreundlich begegnen. Damit sollen Zugewandtheit, Freundlichkeit und Empathie spürbar werden und nach außen hin ausstrahlen.

♦ auf liebloses und respektloses Verhalten so reagieren, dass wir es nicht spiegeln, sondern stattdessen Gottes Freundlichkeit und Erbarmen in Wort und Tat umsetzen.

C. Als Gemeindeleitung der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Ems achten wir darauf, dass auch andere dem Bekenntnis der Liebe folgen und es würdigen. Wir wollen dazu anhalten,

♦ Kritik nicht um des Kritisierens willen zu akzeptieren, sondern daraus eine Lernsituation für alle zu machen.

♦ sich das Bekenntnis der Liebe zu eigen zu machen.

D. Indem wir das Bekenntnis der Liebe leben, werden wir uns an Gottes Willen freuen und auf seinen Wegen zur Herrlichkeit seines Namens wandeln. Amen.“

Nein, es ist noch nicht fertig – die Gemeinde möge das Ihre dazutun und – im Sinne des Bekenntnisses – eigene Beispiele für gelungenes und erwünschtes Miteinander ergänzen. Das Bekenntnis soll als wichtiges Dokument der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Ems aufbewahrt und regelmäßig auf Aktualitätsbezug überprüft werden.

Anlässlich der Bilanzierung der Amtsperiode des Kirchenvorstands im letzten Jahr hat der Kirchenvorstand sich Gedanken gemacht, wie es gelingen kann, ein liebevolles Miteinander in der Gemeinde und darüber hinaus zu pflegen. Ausgehend von 1 Korintherbrief 13,4-7 und dem lutherischen Sündenbekenntnis entstand der Text – nicht im Sinne einer Formel, sondern mit eigenen Worten. Statt zu beklagen, was nicht eingehalten oder gar missachtet wird, sollte positiv beschrieben werden, wie der christliche Umgang miteinander aussehen soll.

Das Bekenntnis wird der Gemeinde und dem neuen Kirchenvorstand ans Herz gelegt und soll Grundlage für Gespräch und Austausch in der Gemeinde sein. Der neue Kirchenvorstand wird gebeten, das Bekenntnis mindestens einmal jährlich auf die Tagesordnung zu setzen.

Der Kirchenvorstand


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